Neujahrsempfang in Kirchberg

Volles Haus beim FDP-Neujahrsempfang

 

Am Mittwoch haben die Liberalen aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis das neue Jahr wieder traditionell in Kirchberg eingeläutet. Die Kreisvorsitzende Carina Konrad hatte Parteifreunde und Sympathisanten der FDP zum Neujahrsempfang geladen. Ihren Bundestagskollegen Alexander Graf Lambsdorff konnte sie als Gastredner gewinnen. Über 350 Gäste folgten der Einladung und brachten die Kirchberger Stadthalle beinahe an die Grenzen ihrer Kapazität.

 

„Die Resonanz war überwältigend“, freut sich die Gastgeberin. „Dass noch mehr Menschen kommen als im letzten Jahr, hatten wir nicht erwartet. Ich freue mich sehr, dass die liberale Idee solchen Anklang findet.“ Auch die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Thorsten Hachmer, Bürgermeisterkandidat für die neue VG Simmern-Rheinböllen, und Werner Wöllstein, Bürgermeisterkandidat für die Stadt Kirchberg, nutzten die Gelegenheit, um mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.

 

 

Konrad nutzte ihre Eröffnungsrede, um zu verdeutlichen, warum Politik jeden betreffe. Von einem „grünen Abmahnverein“ initiierte Dieselfahrverbote, so die Politikerin, seien „ein Angriff auf die individuelle Mobilität“ – gerade in ländlichen Regionen. Graf Lambsdorff pflichtete ihr bei; in vielen Familien sei das Auto über Jahre die größte Investition. Dass dieses nun einen solchen rapiden Wertverlust erleide, sei nichts anderes als Enteignung. Im Folgenden hielt der FDP-Außenpolitiker ein flammendes Plädoyer für ein starkes Europa und rief die Anwesenden auf, sich Ende Mai an den Kommunal- und Europawahlen zu beteiligen.

Boppard

 

Über Blockierer und Verhinderer

 

Auch im Jahr 2018 wurde in der Stadt Boppard politisch wieder wenig erreicht – oder wie es der Bürgermeister gerne formuliert, die Stadt hat sparsam gewirtschaftet. Dabei mangelt es nicht an Projekten, die auf Umsetzung warten.

 

Angefangen hat das Jahr erst einmal mit einem ganz anderen Thema.

Es ging um eine Fusion mit der Verbandsgemeinde St Goar – Oberwesel. Bürgermeister, SPD und BfB waren dagegen. Nachdem der Bürgermeister schon über Monate ein Gespräch mit den Nachbarn hinaus gezögert hatte, gab er als es endlich soweit war, dem Bürgermeister von St Goar zu verstehen, dass es für seine Kommune doch besser wäre, mit Emmelshausen zu fusionieren als mit Boppard. Dazu wurden die Gäste unserer Nachbargemeinde nicht wie erwartet bewirtet, so dass man dort den Eindruck hatte, Boppard wolle überhaupt nicht fusionieren. So kam, was kommen musste, die Bürgerinnen und Bürger der benachbarten Verbandsgemeinde stimmten mehrheitlich für eine Fusion mit der Verbandsgemeinde Emmelshausen.

 

Somit wird Boppard künftig die kleinste Kommune im Rhein-Hunsrück-Kreis sein. Kommt es dann auch noch zur vorgeschlagenen Fusion des Rhein-Hunsrück-Kreis mit den Landkreisen Birkenfeld und Bad Kreuznach, wird sich wohl kaum jemand mehr für die Interessen einer kleinen Gemeinde am Mittelrhein interessieren. So wurde die Zukunft Boppards auf’s Spiel gesetzt.

 

Und wie steht es um die Zukunft des Schwimmbads? Noch im Jahr 2015 schien alles klar zu sein, ein Kompromiss war gefunden, das bestehende Frei- und Hallenbad zu sanieren. Nachdem etliche Schwierigkeiten aus dem Weg geräumt wurden, konnte mit der Planung für das Freibad begonnen werden. Anschließend sollte dann das Hallenbad geplant werden. Doch der Bürgermeister weigerte sich, die Planung für das Hallenbad zu beauftragen und ging bis zum Landesrechnungshof. Dieser sollte feststellen, dass sich Boppard ein Frei- UND Hallenbad nicht leisten kann. Es kam anders.

 

Der Landesrechnungshof fragte an, warum man denn nicht Hallen- und Freibad gleichzeitig plant und baut? Dadurch könnten Bau- und Betriebskosten eingespart werden. Damit wurde das Projekt vom Bürgermeister und der Stadtratsminderheit aus SPD und Bürger für Boppard so lange hinausgezögert, dass weiterhin nicht gebaut werden kann. Sieht man sich die Planung für das Freibad an, so könnte man dort die früher geplante Römertherme anbauen. Offensichtlich spekuliert man, nach der Kommunalwahl 2019 die Mehrheit im Stadtrat zu stellen, und dann wieder mit der Planung der Römertherme fortzufahren. Ist das im Sinne der Bürgerinnen und Bürger Boppards?

Die Bauarbeiten für das Freibad könnten schon lange im Gange sein.

 

In unseren Nachbargemeinden bereitet man sich nun bereits seit einigen Jahren auf die Bundesgartenschau 2029 vor. Nur in Boppard scheint die BUGA bislang kein Thema zu sein. Was erwarten wir Bopparder von der Gartenschau und was wollen wir dazu beitragen? Bislang war dies kaum Thema im Stadtrat.

 

Die FDP hat bereits einige Gedanken gesammelt und wird diese demnächst präsentieren, wie z. B. eine Sanierung der Rheinufermauer in Boppard mit einer teilweisen Neugestaltung der Rheinallee. Des Weiteren haben wir vor kurzem zusammen mit der CDU, FWG und den Grünen beantragt, dass der Marienberger Park aufgearbeitet wird, um ihn zur BUGA und auch schon zum Rheinland-Pfalz-Tag 2021 in frischem Glanz präsentieren zu können. Schon vor Jahren hatte die FDP vorgeschlagen, dass Boppard nach 1999 zum zweiten Mal Ausrichter des Rheinland-Pfalz-Tags wird.

Wir freuen uns, dass nun die Bewerbung der Stadt Boppard erfolgreich war!

 

Wann haben Sie eigentlich zum letzten Mal einen Schluck des Bad Salziger Heilwassers getrunken? Das dürfte wohl im Jahr 2013 gewesen sein. Auch hier galt es, viele Steine aus dem Weg zu räumen, damit das Börnchen wieder sprudeln kann. Die Planung, eine neue Leitung von der Quelle zur Ausgabestelle zu verlegen liegt seit etwa einem Jahr vor. Trotzdem ist bis heute nichts passiert. Denn Bürgermeister Dr. Bersch ist der Meinung, dass der Pavillon am Brunnen aussieht wie ein Buswartehäuschen und hat deswegen beim Wirtschaftsministerium des Landes einen Antrag für einen Neubau gestellt. Schäden weist der Pavillon derzeit nicht auf und so stellt sich die Frage, warum man hier nicht den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger respektiert, das Heilwasser endlich wieder trinken zu können, sondern das Vorhaben künstlich hinauszögert?

 

Dies waren nur einige Beispiele, wie vom Bürgermeister Projekte im vergangenen Jahr blockiert wurden. Hoffen wir, dass er sich für das kommende Jahr den guten Vorsatz genommen hat, die aufgeschobenen Projekte der Stadt zügig umzusetzen.

 

Walter Maifarth, Stadtrat der FDP Boppard 

14 neue Leselernhelfer an Realschule plus

Die Friedrich-Karl-Ströher Realschule plus in Simmern freut sich über 14 neue Leselernhelfer.

 

Vor den Herbstferien hatte die Bundestagsabgeordnete Carina Konrad (FDP) aus Bickenbach zum 

ehrenamtlichen Engagement aufgerufen. Eine Stunde pro Woche soll mit 

ausgewählten Schülern der Unterstufe Lesen geübt werden. Die Resonanz auf den Aufruf war erfreulich groß. 

 

„Der Aufruf von Frau Konrad hat eingeschlagen wie eine Bombe“, berichtet Deutschlehrerin Nadine Sünder, die das Projekt an der Schule zusammen mit ihrer Kollegin Simone Kohl koordiniert. Man habe gehofft, eine Handvoll Helfer zu finden, dass sich so viele gemeldet hätten, sei überwältigend gewesen. Auch Schulleiter Raoul Roth freut sich über die Bereitschaft der Simmerner, sich für die Jugend zu engagieren. 

 

Am Mittwoch besuchte Carina Konrad die Realschule, um sich persönlich bei den Leselernhelfern zu bedanken. Dr. Bernd Zerfaß, Kinderarzt aus Kirn, leitet den regionalen Verein „Mentor – die Leselernhelfer Nahe-Hunsrück e. V.“, der an den Mentor-Bundesverband angegliedert ist und neben Simmern noch an 8 weiteren Schulen in der Region tätig ist. Er nutzte die Gelegenheit, sich herzlich bei der Abgeordneten zu bedanken: „Ich mache das jetzt schon seit vielen Jahren, aber noch nie habe ich erlebt, dass sich ein Politiker für unsere Arbeit interessiert. Das finde ich ganz toll.“ 

 

Auch einige der neuen Mentoren hatten Zeit für das Treffen gefunden und stellten den Projektleitern zahlreiche Fragen. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit werden sie zeitnah aufnehmen. „Eine solide Lesekompetenz ist der Schlüssel zur Bildung“, erklärte Carina Konrad. „Wir dürfen nicht zulassen, dass auch nur ein einziges Kind auf der Strecke bleibt.“ 

 

Damit der Verband weitere Lesebücher und Spiele für die Kinder anschaffen kann, ist er auf Spenden angewiesen. Nähere Informationen über die Arbeit der Mentoren finden sich unter www.mentor-bundesverband.de oder beim hiesigen Verein unter der Adresse 

Teichweg 12, 55606 Kirn und der Telefonnummer 06752-94181. Die Bankverbindung von „Mentor Nahe-Hunsrück“ lautet: DE34 562 5003 0000 108 1527, Kreissparkasse Birkenfeld.

Kirchberg

 

 

Werner Wöllstein (FDP) will Kirchbergs StadtBoppardbürgermeister werden

 

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 08.12.2018 / Thomas Torkler


Gern möchte Werner Wöllstein hinein ins Rathaus und zwar als Bürgermeister der Stadt Kirchberg. Der 58-Jährige bewirbt sich für die FDP bei der Kommunalwahl im Mai 2019 für das Ehrenamt.

Damit haben die Kirchberger im Mai auf jeden Fall schon mal eine „richtige“ Wahl. Ob die FWG oder die SPD auch noch jemanden nominieren wird, darüber kann momentan nur spekuliert werden.

Werner Wöllstein hat sich indes entschieden, seinen Hut in den Ring zu werfen. „Ich bin vielfach angesprochen worden, sowohl von meinen Parteifreunden in der FDP als auch von Kirchbergern. Ich hätte doch langjährige kommunalpolitische Erfahrung gesammelt und sollte kandidieren“, schildert Wöllstein seine Entscheidungsfindung. Nach reiflicher Überlegung stand für ihn fest: „Gut, ich probier's einfach. Es macht mir Spaß, mich zu engagieren.“ 

 

Respekt vor dem Amt

Dass die Aufgabe als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Kirchberg keine einfache ist, ist ihm bewusst: „Ich habe Respekt vor dem Amt. Kirchberg ist groß. Der Zeitaufwand wird enorm sein, aber ich habe das mit meinem Arbeitgeber geklärt“, sagt Wöllstein, der als Kundenberater einer Versicherung tätig ist. Der 58-Jährige ist ledig und seit mehr als 25 Jahren Mitglied der Freien Demokraten. Seit acht Jahren ist er stellvertretender Kreisvorsitzender der Liberalen. Ebenso lange ist er Mitglied im Kirchberger Stadtrat und seit sieben Jahren im Verbandsgemeinderat. In beiden Gremien besetzt er verschiedene Ausschüsse. Damit nicht genug. Sein ehrenamtliches Engagement im Kirchberger Verkehrsverein dauert mittlerweile schon mehr als 30 Jahre. Seit zehn Jahren ist er dessen Vorsitzender. Auch im Vorstand des Vereins „Engagierte Bürger“ macht Werner Wöllstein mit.

Für Hobbys bleibt da nicht mehr viel Zeit übrig. Wöllstein nennt seine Ehrenämter, die ihm viel Freude bereiten. Und dann ist da ja noch der Karneval. Über Jahre hinweg hatte der Verkehrsverein die Federführung der Fastnachtsveranstaltungen in Kirchberg, und Wöllstein machte hier engagiert mit. Nachdem sich der „Kerbricher Fassenachtsverein“ (KFV) gegründet und die Federführung übernommen hat, ist dort auch Werner Wöllstein im Boot und komplettiert den Elferrat des Narrenschiffs.

Wenn er als Stadtbürgermeister gewählt wird, hat sich Wöllstein schon verschiedene Themen vorgenommen. Die Stärkung des Einzelhandels, vor allem in der Innenstadt, ist ihm ebenso ein Anliegen, wie die medizinische Versorgung in Kirchberg. Es sei Aufgabe des Stadtbürgermeisters, dafür Sorge zu tragen, dass sich Ärzte in der Stadt niederlassen. Das gelte auch für die Ansiedlung von Handwerk und Gewerbe. Auch das hat Wöllstein auf seiner Agenda und nennt den Korridor entlang der B 50 im Norden der Stadt, der nach wie vor ein Gewerbegebiet blockiere. Der ursprünglich für eine Schnellbahntrasse eingerichtete Bereich sei zwar mittlerweile schmaler geworden, aber Wöllstein will den Korridor ganz weg haben: „Er hindert uns daran, ein Indus-triegebiet zu etablieren. Die Firmen wollen an die Straße.“

Neben solchen Wirtschaftsthemen hat Werner Wöllstein auch das kulturelle Leben in der Stadt auf dem Berge im Blick. Vor allem im Rahmen der Reihe „Kirchberg live“ will er sich weiterhin für Kulturveranstaltungen stark machen. „Das Leben auf dem Marktplatz muss weitergehen und entwickelt werden“, sagt Wöllstein.


Kirchberg weiter nach vorn bringen

Bei seinen Vorhaben ist es dem Kandidaten wichtig zu betonen, dass ihm Einvernehmlichkeit am Herzen liegt: „Mir geht es um die Sache und nicht um politische Einfärbungen. Gute Ideen, um Kirchberg weiter nach vorn zu bringen, sind mir wichtig, egal von wem sie kommen“, betont Wöllstein. Und: „Das Wort ,Bürger' in ,Bürgermeister' steht für mich im wahrsten Sinne des Wortes an erster Stelle“, bekräftigt der Bewerber, der Ansprechpartner für alle Bürger sein möchte.

Zunächst wird es allerdings umgekehrt sein. Wöllstein will die Bürger ansprechen, von Haus zu Haus gehen und sich in jedem Haushalt als Bewerber für das Amt des Stadtbürgermeisters vorstellen. Zu seinen Chancen befragt, antwortet Werner Wöllstein: „Ich gehe mit großem Optimismus da rein und will Bürgermeister werden.“

NEUJAHRSEMPFANG 2019