Carina Konrad, MdB in Berlin

Demeter-Hof Breit betreibt „Vorzeige-Hofladen“

 

Wittlich. Die Abgeordnete Carina Konrad (FDP), die selbst einen Bauernhof in der Hunsrück-Gemeinde Bickenbach betreibt, zeigte sich Ende Mai beim Besuch des Demeter-Hofs Breit am Stadtrand von Wittlich begeistert. „Familie Brandsma stellt selbst Käse her und verkauft ihn in einem absoluten Vorzeige-Hofladen“, berichtet Konrad, die stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses im Deutschen Bundestag. Neben Käse werden auch Obst und Gemüse aus eigenem Anbau sowie Fleisch angeboten, alles in Bioqualität.

Die Niederländer Eugenie und Paul Brandsma kamen vor über 25 Jahren mit einer Vision nach Deutschland: Sie wollten nachhaltige Landwirtschaft betreiben. Auf ihrem Hof spielt der sogenannte „geschlossene Betriebskreislauf“ eine große Rolle. Das bedeutet zum Beispiel, dass das Tierfutter aus eigenem Anbau stammt. Die Schweine etwa bekommen Reste aus der Käserei und vom Acker zu fressen. Der Stallmist wird als Dünger auf die Felder gebracht, wo er zum Erhalt einer guten Bodenfruchtbarkeit beiträgt.

„Das Konzept gefällt mir ausgesprochen gut“, lobt Carina Konrad. „Auch dass die Menschen vor Ort mit einbezogen werden, finde ich toll. Das trägt hoffentlich dazu bei, die Gräben zwischen Landwirten und Verbrauchern ein Stück weit zu überbrücken.“ Damit spielt die Politikerin auf den 1990 gegründeten Verein und die solidarische Landwirtschaft an, in Rahmen derer sich die Menschen aus der Region am Gemüseanbau beteiligen können. So soll das Verständnis für die Landwirtschaft gefördert werden.

 

„Bundesregierung bremst Digitalisierung der Landwirtschaft aus“

 

Die FDP-Abgeordnete Carina Konrad, stellvertretende Vorsitzende des Agrarausschusses im Deutschen Bundestag, kommentiert die Aussagen von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) zur Digitalisierung der Landwirtschaft. Anlässlich ihres Besuches auf einem Bauernhof in Argenthal (Rhein-Hunsrück-Kreis) hatte Klöckner am Dienstag die Bauern aufgerufen, digitale Technik verstärkt zu nutzen. Konrad weiß, dass die „politischen Rahmenbedingungen die Nutzung digitaler Technik vielerorts gar nicht zulassen“. Zwar gingen die Landwirte in Vorleistung, um digitale Technologien anzuschaffen, doch müsse „infolge dieser gigantischen Investitionen auch ein Mehrwert für den Verbraucher geschaffen werden“, so Konrad.

 

Die studierte und praktizierende Landwirtin Konrad bezeichnet die Landwirtschaft in Deutschland als „eine der digitalsten Sparten“. Laut Klöckner müsse die Anbindung des schnellen Internets an landwirtschaftliche Betriebe vorangetrieben werden. Das Problem sei, so Konrad, ja „nicht, dass die Bauern die Digitalisierung verschlafen hätten oder sich vor Investitionen scheuten“. Vielmehr, so betont die FDP-Politikerin, hätte die Union „klar ihr Ziel aus 2014 verfehlt, dass bis 2018 überall in Deutschland schnelles Internet zur Verfügung stehen soll“ – namentlich Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der damalige Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), in dessen Ressort auch die digitale Infrastruktur fiel. Auch die neue GroKo, prangert Konrad an, bleibe weit hinter den Möglichkeiten zurück: „Während zahlreiche Nachbarländer schon ins Ziel einlaufen, steht Deutschland bestenfalls in den Startlöchern und humpelt schwerfällig mit dem Krückstock los. Statt eines Digitalministeriums, das wir dringend bräuchten, haben wir ein Heimatministerium bekommen – damit bremst die Bundesregierung nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Entwicklung der ländlichen Regionen aus.“ Die beste Technik, erklärt Konrad, nutze den Bauern wenig, wenn das GPS-Signal auf dem Acker immer wieder abreiße. Agraranträge, die online zu stellen seien, könnten viele ihrer Berufskollegen auf dem Bauernhof nicht einmal runterladen. „Kein Mensch braucht diese ständigen Lippenbekenntnisse“, kritisiert Konrad. „Jetzt müssen endlich Taten folgen.“

 

 

Bundestagsabgeordnete besucht Sander Gruppe

 

 

Wiebelsheim. Am 9. Mai besuchte die Bundestagsabgeordnete Carina Konrad aus dem Hunsrück die Sander Gruppe in Wiebelsheim. Als eines der führenden Unternehmen der Lebensmittelproduktion und Catering-Dienstleistungen bedient Sander alle Märkte im Food-Service-Bereich, von der Hotellerie und Gastronomie über die Gemeinschaftsgastronomie mit Betriebsrestaurants und Schulen bis hin zur Gesundheitsgastronomie mit Kliniken und Seniorenheimen. Mit 1.200 Mitarbeitern zählt das Familienunternehmen zu den größten Arbeitgebern der Region. Produziert wird ausschließlich in Wiebelsheim im Hunsrück für Kunden deutschlandweit, aber auch in Benelux, Österreich und der Schweiz.

 

 

 

„Kochen ist Handarbeit. Die Frische-Manufaktur ist das Alleinstellungsmerkmal von Sander. Beeindruckt hat mich, wie effizient das Unternehmen die Chancen der Digitalisierung in der Produktion und im Vertrieb nutzt“, lobt die FDP-Politikerin nach dem Rundgang durch die Manufaktur. „Hier sieht man sehr deutlich, dass unternehmerischer Mut von Menschen, die anpacken, zum Erfolg führt. Die Aufgabe der Politik ist es, gute Rahmenbedingungen zu schaffen.“

 

 

 

Gegründet wurde das Unternehmen vor über 40 Jahren in dem kleinen Hunsrückdorf Ney. Seit 1997 ist die Sander Gruppe in Wiebelsheim ansässig. Das Angebot wächst ständig und liegt inzwischen bei über 2.500 Produkten. Kein Wunder also, dass auch ständig neue Arbeitskräfte benötigt werden.

 

 

 

„Bei Sander wird sehr deutlich, dass unsere Region nicht nur landschaftlich reizvoll ist, sondern auch ein idealer Wirtschaftsstandort ist. Dank A 61 und B 50 ist die Verkehrsanbindung in die Städte sehr gut“, so Konrad, deren Wahlkreisbüro sich ebenfalls in Wiebelsheim befindet. „Sander hat seine ganz eigene Firmenphilosophie und geht kreativ seinen eigenen Weg – davor kann man nur den Hut ziehen.“

 

Pressemeldung 02.02.18

FDP will Wolfsjagd zulassen
MdB Konrad betont: "Ziel ist nicht die Ausrottung"

  

Berlin. Die Bundestagsfraktion der Freien Demokraten (FDP) hat einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, Wölfe in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. In der Öffentlichkeit hat dies zu einer kontroversen Debatte geführt. Die Abgeordnete Carina Konrad aus dem Hunsrück weist darauf hin, dass die „Ausrottung des Wolfes explizit nicht Ziel des Antrags“ sei." Ziel sei vielmehr, „die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wolf zu schaffen, und dazu kann in Zukunft auch seine Bejagung gehören". Darüber hinaus warnt sie vor einer „Emotionalisierung der Debatte“ und fordert mehr Sachlichkeit im Umgang mit dem Thema.

 

In einigen Regionen Deutschlands sei die Population des Wolfes zum Problem geworden. Fast täglich komme es zu Übergriffen auf Weidetiere. „Das konterkariert das Ziel, aus Tierschutzgründen mehr Tiere auf die Weide zu bringen“, erklärt Konrad, Obfrau der FDP-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss des Deutschen Bundestages. In Niedersachsen beispielsweise kommen die Wölfe den Menschen bereits sehr nahe. „Wenn eine Wildpopulation das Gleichgewicht der Natur gefährdet, muss die Möglichkeit bestehen, sie zu regulieren“, so Konrad weiter. Aus diesem Grund wolle ihre Fraktion den streng geschützten Wolf als „jagbare Tierart“ in das Bundesjagdgesetz aufnehmen.

Fast 400.000 Jäger pflegen in Deutschland Wald, Wild und Natur. Die Freien Demokraten möchten nun auf deren Ortskenntnis im jeweiligen Jagdgebiet zurückgreifen. Ganz im Sinne einer gesunden Artenvielfalt sei die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland „nichts Schlimmes“, betont Konrad.  Panikmache sei in dem Zusammenhang fehl am Platz. Grenzenlose Willkommenskultur allerdings ebenso.

 

Die Politik müsse jedoch der berechtigten Sorge der Bevölkerung und der Nutztierhalter Rechnung tragen und zunächst „einheitliche Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement“ schaffen, wie es im Antrag heißt. Außerdem seien Gelder sowohl für die Schadensprävention als auch für Wolfsgeschädigte bereitzustellen. „Jäger dürfen nicht mit Kosten belastet werden, die durch die Wiederansiedlung des Wolfes durch grüne Politiker entstehen“, fordert Konrad.

 


FDP-Abgeordnete zur Obfrau gewählt
Landwirtin Konrad im Bundestags-Ausschuss Ernährung und Landwirtschaft


Bickenbach/Berlin. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Carina Konrad aus Bickenbach im Hunsrück ist zur Obfrau der Freien Demokraten im Ausschuss

für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages gewählt worden.

Als solche ist sie Ansprechpartnerin ihrer Fraktion und kann deren Kurs entscheidend mitbestimmen. Die Diplom-Agraringenieurin (FH) bringt als Berichterstatterin für alle Themen rund um Landwirtschaft und Weinbau fachliche Expertise in den Ausschuss ein. Im heimischen
Bickenbach betreibt sie selbst mit ihrer Familie einen Bauernhof. Besonders am Herzen liegt
Konrad das Thema Digitalisierung der Landwirtschaft. Erklärtes Ziel der Abgeordneten ist es,
Lösungen zu finden, mit denen Landwirte und Winzer den Herausforderungen der Zukunft
gerecht werden können.
Wichtige Themen, mit denen sich die 38 Mitglieder des Ausschusses aktuell befassen, sind etwa
der geplante Glyphosat-Ausstieg, den Konrad als „nicht nachvollziehbaren nationalen
Alleingang“ ablehnt, sowie im Weinbau die Umstrukturierung von Rebflächen.

 

 

 

 

 

 

Unsere Kreisvorsitzende Carina Konrad vertritt die Landwirte in Berlin und damit

den ganzen ländlichen Raum.