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Werner Wöllstein kandidiert als Bürgermeister

 

Gern möchte Werner Wöllstein hinein ins Rathaus und zwar als Bürgermeister der Stadt Kirchberg / Hunsrück.

 

 

 

Der 58-Jährige bewirbt sich für die FDP bei der Kommunalwahl im Mai 2019 für das Ehrenamt.

 

Damit haben die Kirchberger im Mai auf jeden Fall schon mal eine „richtige“ Wahl. Ob die FWG oder die SPD auch noch jemanden nominieren wird, darüber kann momentan nur spekuliert werden.

Werner Wöllstein hat sich indes entschieden, seinen Hut in den Ring zu werfen. „Ich bin vielfach angesprochen worden, sowohl von meinen Parteifreunden in der FDP als auch von Kirchbergern. Ich hätte doch langjährige kommunalpolitische Erfahrung gesammelt und sollte kandidieren“, schildert Wöllstein seine Entscheidungsfindung. Nach reiflicher Überlegung stand für ihn fest: „Gut, ich probier's einfach. Es macht mir Spaß, mich zu engagieren.“ 

 

 

 

Respekt vor dem Amt

Dass die Aufgabe als ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Kirchberg keine einfache ist, ist ihm bewusst: „Ich habe Respekt vor dem Amt. Kirchberg ist groß. Der Zeitaufwand wird enorm sein, aber ich habe das mit meinem Arbeitgeber geklärt“, sagt Wöllstein, der als Kundenberater einer Versicherung tätig ist. Der 58-Jährige ist ledig und seit mehr als 25 Jahren Mitglied der Freien Demokraten. Seit acht Jahren ist er stellvertretender Kreisvorsitzender der Liberalen. Ebenso lange ist er Mitglied im Kirchberger Stadtrat und seit sieben Jahren im Verbandsgemeinderat. In beiden Gremien besetzt er verschiedene Ausschüsse. Damit nicht genug. Sein ehrenamtliches Engagement im Kirchberger Verkehrsverein dauert mittlerweile schon mehr als 30 Jahre. Seit zehn Jahren ist er dessen Vorsitzender. Auch im Vorstand des Vereins „Engagierte Bürger“ macht Werner Wöllstein mit.

Für Hobbys bleibt da nicht mehr viel Zeit übrig. Wöllstein nennt seine Ehrenämter, die ihm viel Freude bereiten. Und dann ist da ja noch der Karneval. Über Jahre hinweg hatte der Verkehrsverein die Federführung der Fastnachtsveranstaltungen in Kirchberg, und Wöllstein machte hier engagiert mit. Nachdem sich der „Kerbricher Fassenachtsverein“ (KFV) gegründet und die Federführung übernommen hat, ist dort auch Werner Wöllstein im Boot und komplettiert den Elferrat des Narrenschiffs.

Wenn er als Stadtbürgermeister gewählt wird, hat sich Wöllstein schon verschiedene Themen vorgenommen. Die Stärkung des Einzelhandels, vor allem in der Innenstadt, ist ihm ebenso ein Anliegen, wie die medizinische Versorgung in Kirchberg. Es sei Aufgabe des Stadtbürgermeisters, dafür Sorge zu tragen, dass sich Ärzte in der Stadt niederlassen. Das gelte auch für die Ansiedlung von Handwerk und Gewerbe. Auch das hat Wöllstein auf seiner Agenda und nennt den Korridor entlang der B 50 im Norden der Stadt, der nach wie vor ein Gewerbegebiet blockiere. Der ursprünglich für eine Schnellbahntrasse eingerichtete Bereich sei zwar mittlerweile schmaler geworden, aber Wöllstein will den Korridor ganz weg haben: „Er hindert uns daran, ein Indus-triegebiet zu etablieren. Die Firmen wollen an die Straße.“

Neben solchen Wirtschaftsthemen hat Werner Wöllstein auch das kulturelle Leben in der Stadt auf dem Berge im Blick. Vor allem im Rahmen der Reihe „Kirchberg live“ will er sich weiterhin für Kulturveranstaltungen stark machen. „Das Leben auf dem Marktplatz muss weitergehen und entwickelt werden“, sagt Wöllstein.

 


Kirchberg weiter nach vorn bringen

Bei seinen Vorhaben ist es dem Kandidaten wichtig zu betonen, dass ihm Einvernehmlichkeit am Herzen liegt: „Mir geht es um die Sache und nicht um politische Einfärbungen. Gute Ideen, um Kirchberg weiter nach vorn zu bringen, sind mir wichtig, egal von wem sie kommen“, betont Wöllstein. Und: „Das Wort ,Bürger' in ,Bürgermeister' steht für mich im wahrsten Sinne des Wortes an erster Stelle“, bekräftigt der Bewerber, der Ansprechpartner für alle Bürger sein möchte.

Zunächst wird es allerdings umgekehrt sein. Wöllstein will die Bürger ansprechen, von Haus zu Haus gehen und sich in jedem Haushalt als Bewerber für das Amt des Stadtbürgermeisters vorstellen. Zu seinen Chancen befragt, antwortet Werner Wöllstein: „Ich gehe mit großem Optimismus da rein und will Bürgermeister werden.“

Quelle: Rhein-Hunsrück-Zeitung vom 08.12.2018 / Thomas Torkler