· 

Keine durchdachten Planungen für das Mittelrheintal beim Schienengüterverkehr erkennbar

 

Mainz/Koblenz/Berlin. Die Bundesregierung sieht die Kapazität des Schienennetzes im Mittelrheintal als ausreichend an, um einen Anstieg des Zugverkehrs insbesondere für Güterzüge bis 2030 ohne einen Ausbau zu bewältigen. Dies geht aus den Antworten einer Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag hervor (Drucksache 19/8395). Die Bürger müssen somit mit einer weiteren Zunahme von Zügen und Lärm rechnen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Christian Jung teilt die Einschätzung der Bundesregierung nicht und sagte dazu in Berlin (4.4.2019):

„Die Bundesregierung zeigt durch ihre Antworten deutlich auf, dass sie nicht ernsthaft an einer alternativen Trassenführung für das Mittelrheintal interessiert ist. Vor allem die CDU und der zuständige Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) lassen die Bürger vor Ort im Stich. Denn die bestehende Infrastruktur wird weiter komplett auf Verschleiß gefahren. Ich sehe durch die intensive Nutzung der alten Trassen eine Gefährdung für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Bahn im Mittelrheintal. Eine alternative Güterzugtrasse ist laut Bundesregierung aber erst ab einer Verdopplung der verlagerten LKW auf die Schiene rentabel. Zwar werden 112 Millionen Euro für Lärmsanierungsmaßnahmen vorgesehen, doch wir Freie Demokraten sehen den besten Lärmschutz in einer alternativen Trasse. Die Aussage, man habe mit den ‚Vorbereitungen zur Ausschreibung der Machbarkeitsstudie‘ begonnen, lässt in diesem Zusammenhang tief blicken. Die Machbarkeitsstudie für eine alternative Strecke wird immer weiter hinausgeschoben. Das ist sehr bedauerlich und schadet den betroffenen Menschen im Mittelrheintal.“