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FDP Europakandidat Scheuren pro Landwirtschaft

Der SWR hat Marcus Scheuren als Spitzenkandidat der FDP Rheinland-Pfalz zur Europawahl porträtiert. Weil der Agrarhaushalt den größten Einzelposten im EU-Haushalt ausmacht, informierte Scheuren sich auf dem Milchbetrieb von Joachim und Wilfried Berg in Argenthal über die Herausforderungen der Branche. „Als Kandidat für die Wahlen zum Europaparlament gehe ich dorthin, wo Politik umgesetzt werden muss“, erklärte er. Die Bundestagsabgeordnete Carina Konrad, die einen landwirtschaftlichen Betrieb in Bickenbach betreibt, begleitete ihn zu dem Ortstermin.

 

180 Kühe leben auf dem Kauerhof in einem hoch modernen Stall mit Melk- und Futterrobotern. Für Familie Berg eine Investition in mehr Tierwohl: Die Kühe wählen selbst ihre Melkzeiten und finden am Futtertisch immer frisches Futter. Bevor die Technik Einzug in die Ställe hielt, waren mehr Arbeitskräfte notwendig, um weniger Tiere zu versorgen.  Heute kann eine Arbeitskraft dank Unterstützung durch die Digitalisierung 100 Kühe betreuen.

 

„Die Landwirtschaft ist eine stark digitalisierte Branche“, sagte Scheuren nach der Begehung. „Die Betriebe arbeiten hoch professionell und investieren viel Geld in artgerechte Tierhaltung. Hier kommt Milch von glücklichen Kühen her. Die werde ich ab sofort mit ganz anderen Augen genießen.“  Konrad, Agraringenieurin und stellvertretende Vorsitzende im Agrarausschuss, ergänzte: „Die populäre Forderung, die ‚Massentierhaltung‘ abzuschaffen, ist vollkommener Unsinn. Tierwohl ist keine Frage der Bestandsgröße, sondern des Herdenmanagements.“

 

Scheuren beschrieb eine flächendeckende Landwirtschaft als „Fundament für attraktive ländliche Räume“. Er halte es für essenziell für eine funktionierende Demokratie, dass Entscheidungen aus Brüssel vor Ort Akzeptanz fänden. „Das hat uns nicht zuletzt der Brexit gelehrt, der ja auf dem Land entschieden wurde.“ Als Freidemokrat wolle er auch in Zukunft noch regional erzeugte Milch von glücklichen Kühen in den Regalen sehen. „Deshalb“, so der Kandidat,  „vergessen wir die Landwirtschaft und den ländlichen Raum nicht. Wir wollen für fairen Wettbewerb und Chancengleichheit und gegen unnötige Belastungen eintreten. Dafür brauchen wir faire Spielregeln für alle.